Am Donnerstag, 7. Mai findet die dritte Fachveranstaltung Mobilität statt. Die Fachveranstaltung widmet sich dem Schwerpunktthema «Strassenraumgestaltung». Melde dich jetzt an, die Platzzahl ist beschränkt!

Die Luzernmobil-Challenge bringt frischen Schwung in den Alltag. Offiziell geht es im Juni los. Hier findest du bereits jetzt die wichtigsten Informationen.
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Als Heiri im letzten Sommer erzählte, dass er bei der Luzernmobil-Challenge mitmacht, staunten seine Arbeitskollegen nicht schlecht. «Was, du verzichtest auf dein Auto?» lautete der Tenor. Genau das tat Heiri: Er tauschte sein Nummernschild ein und bewegte sich einen Monat lang nur noch mit E-Bike, öV oder Car-Sharing. Seine Frau Gabriela und Sohn Tim zogen mit. Tim spielte dabei die Hauptrolle, denn er überzeugte seine Eltern, dieses Abenteuer zu wagen.
Doch Heiri wollte mehr. Er sagte sich: Wenn schon, dann richtig. Also stieg er zusätzlich in die SUPER-Challenge ein. Mit starker Unterstützung seines Arbeitgebers SABAG holte er sich den Sieg und gewann einen Mobilitätsbonus. Die Bedingung: mindestens ein Jahr ohne eigenes Auto leben.

Die Widmers und Reichlins sind viel unterwegs: Gisela als Gemeinde- und Kantonsrätin, Felix als Arzt an der Hirslanden Klinik St. Anna. Die beiden Töchter besuchen die Kanti. Auch in der Freizeit bleiben sie aktiv – ob in den Bergen oder am Vierwaldstättersee.
Da Felix unregelmässige Arbeitszeiten hat, kaufte sich die Familie vor einigen Jahren ein Auto. Doch ausser für die kurzen Fahrten in die Klinik stand es meist ungenutzt herum. Im letzten Jahr machten Gisela und Felix an der Luzernmobil-Challenge mit. Während sie einen Monat auf ihr Auto verzichten mussten, haben sie sich intensiv mit der Frage auseinandergesetzt: Brauchen wir überhaupt ein eigenes Auto?

Die MVM AG gehört mit rund 150 Mitarbeitenden zu den grössten Maler- und Gipserunternehmen der Zentralschweiz. Neben dem Hauptstandort in Emmen betreibt das Unternehmen auch Standorte in Zug, Zürich, Sursee, Stans und Meggen. Die Firma bildet jedes Jahr zahlreiche Lernende aus – unter anderem in den Berufen Maler/in, Gipser/in sowie im kaufmännischen Bereich.
Um den Arbeitsalltag für Lernende und Ausbildungsverantwortliche zu vereinfachen, hat die MVM AG im vergangenen Jahr eine einfache Lösung eingeführt: Alle Lernenden erhalten ein Generalabonnement (GA) für den öffentlichen Verkehr. Damit können sie flexibel zu Baustellen, zur Berufsschule oder ins Büro reisen – und das ohne Billette oder Spesenabrechnungen.
In der Vergangenheit war die Abrechnung der einzelnen Billette sehr aufwendig, da die Lernenden ihre Belege sammeln und einreichen mussten. Das führte regelmässig zu administrativem Aufwand sowie zu verlorenen oder vergessenen Belegen.
Im Sinne ihres Lean-Gedankens suchte die MVM AG deshalb nach einer einfacheren und effizienteren Lösung. Mit dem GA für Lernende konnte der Prozess stark vereinfacht, der administrative Aufwand reduziert und gleichzeitig den Lernenden mehr Flexibilität im Alltag ermöglicht werden. Das Angebot wirkt sich zudem positiv auf die Attraktivität der Ausbildung aus.

Die Betagtenzentren Emmen AG (BZE AG) sind mehr als ein Pflegeheim. Auf zwei Häuser verteilt betreut sie 302 Bewohnende, betreibt zwei Restaurants und eine eigene Kita, bietet eine Demenzabteilung und schafft für rund 480 Mitarbeitende, darunter 75 Lernende, ein vielseitiges Arbeits- und Lernumfeld.
Mit der Planung des Ersatzneubaus Mattli 2029 nahm die BZE AG das Thema Mobilität frühzeitig in Angriff. Die Gemeinde Emmen verlangt für die Baubewilligung ein betriebliches Mobilitätsmanagement – ein Anlass, das Thema ganzheitlich zu verankern. So entstand ein Konzept, das die Arbeitswege der Mitarbeitenden, die Parkplatzbewirtschaftung für Gäste und Angehörige sowie Pendelmöglichkeiten zwischen den Häusern umfasst. Alle Massnahmen greifen ineinander und fördern gleichzeitig Nachhaltigkeit, Entlastung der Parkplatzsituation und aktive Mitarbeitendenmobilität.

In Büron zeigen engagierte Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, wie vielseitig Mobilität heute aussehen kann. Seit mehreren Jahren steht der Bevölkerung ein Car-Sharing zur Verfügung. Mit zwei Nextbike-Stationen ergänzte die Gemeinde dieses Angebot um ein smartes Bike-Sharing. So gelingen kombinierte Wege mit dem öV leicht und flexibel.
Schon vor zwei Jahren berichtete Giovanni De Rosa, dass das E-Auto von Gemeindemitarbeitenden, der Bevölkerung und auswärtigen Personen rege genutzt werde. Der Gemeinderat stärkte das Angebot weiter und setzte auf Nextbike. Die Velos lassen sich am Standort A ausleihen und an jedem beliebigen Standort wieder zurückgeben. Genau diese Freiheit überzeugt: Die beiden Stationen – eine im Dorfzentrum und eine in der Industrie – werden immer beliebter und dürften bald die Zahlen aus früheren Kooperationen übertreffen.

In Römerswil ist Mobilität vielfältig – und manchmal auch eine kleine Herausforderung. Kinder und Jugendliche bewegen sich je nach Wohnort ganz unterschiedlich zur Schule. Viele gehen zu Fuss, andere nutzen den öffentlichen Verkehr. Das Gemeindegebiet ist weitläufig, und so spielt der Bus für zahlreiche Schülerinnen und Schüler eine wichtige Rolle im Alltag.
2024 stand die Gemeinde vor einer Veränderung: Der Verkehrsverbund Luzern kündigte an, dass die bisherigen Schülerabonnemente nicht mehr angeboten werden. Stattdessen sollen sie neu ins Standardsortiment des Tarifverbunds Passepartout integriert werden. Gemeinsam mit den Verantwortlichen von Passepartout entstand die Idee, den Verkauf über die Plattform «faboo» abzuwickeln.
«Neu können Erziehungsberechtigte das Schülerabo direkt online bestellen – ganz ohne Papierkram,» erklärt Fabian Kathriner, Gemeindeschreiber von Römerswil.

Als sich im Frühsommer 2025 in Sursee die Musikszene zum kantonalen Musikfest traf, reisten die meisten Vereine nicht mit dem Auto oder Car, sondern mit dem öV an. «Schon in der Findungsphase des Organisationskomitees war klar: Dieses Fest will mehr als gute Musik – es will Verantwortung übernehmen,» erzählt OK-Präsident Mario Cozzio. Der Wahl-Surseer ist ein Hans-Dampf-in-allen-Gassen: Nebst Versicherungsverkaufsleiter ist er Kantonsrat und Fraktionspräsident, Fasnächtler mit Leib und Seele und ab und zu musiziert er sogar auf dem Alphorn.
Zurück zum Musigfäscht Soorsi: Die Stadt liegt «goldrichtig», wenn es um den öV geht. Sursee ist aus dem ganzen Kanton – und darüber hinaus – bestens erreichbar. Statt Parkplätze zu planen, setzte das OK von Anfang an auf den öffentlichen Verkehr. Damit wurden zusätzliche Verkehrsengpässe vermieden. Denn wer in der Hauptverkehrszeit mit dem Auto durch Sursee fährt, weiss, dass der Verkehr nicht immer rund läuft. Das Problem ist grösstenteils selbst gemacht: Viele Pendelnde wohnen in oder um Sursee und hätten mit Bus oder Velo gute Alternativen.

Laufen ist gesund. Dass es nicht unbedingt ein Marathon über 42 Kilometer sein muss, sei an dieser Stelle vermerkt. Doch genau für diese Distanz (und zwei etwas Kürzere) engagieren sich Marco Scherer und sein Team vom SwissCityMarathon – Lucerne. Der jährlich stattfindende Event hat sich zu einem Vorzeigebeispiel in Sachen Nachhaltigkeit entwickelt.
«80 Prozent der Emissionen des SwissCityMarathons sind auf die Mobilität zurückzuführen», sagt Marco. Damit diese Emissionen reduziert werden, erhalten alle Läufer:innen das sogenannte «Swiss Runners Ticket». Mit diesem speziellen Billett ist die An- und Abreise mit dem öV ab einer beliebigen Haltestelle in der Schweiz inbegriffen. Auch den Besucher:innen wird empfohlen, mit dem öV oder dem Velo anzureisen. Zwischen dem Bahnhof Luzern und dem Start- respektive Zielgelände beim Verkehrshaus verkehrt ein kostenloser Schiffshuttle.

Inmitten der malerischen Gemeinde Malters entsteht ein Vorzeige-Projekt, das nicht nur Architektur und Lebensraum neu definiert, sondern auch eine inspirierende Vision für nachhaltige Mobilität präsentiert: der WohnPark Dangelbachmatte. Hier wird nicht nur gebaut, sondern ein Paradigmenwechsel in Sachen Nachhaltigkeit und Gemeinschaftsleben vollzogen. Bei jedem Bauteil wird hinterfragt, ob es wirklich notwendig ist, ob es aus nachhaltigen Quellen stammt und ob es durch Recyclingmaterialien ersetzt werden kann.
Doch Nachhaltigkeit endet nicht beim Baumaterial – sie durch zieht sämtliche Bereiche des Wohnparks. Wohnraum wird geschaffen, der den sozialen Austausch fördert und gleichzeitig erschwinglich ist.

Im Luzerner Weinbergli haben die ABL gemeinsam mit der Albert Koechlin Stiftung die erste Mobilitätsstation Luzerns eröffnet. Ein E-Auto, Cargo-Bike, E-Roller und zwei E-Bikes stehen dort zur Verfügung. Nicht nur die Anwohner:innen, sondern auch auswärtige Personen können das Angebot nutzen und die verschiedenen Fahrzeuge mieten. Mit nur einer einzigen App können die verschiedenen Fahrzeuge gebucht, geöffnet und bezahlt werden. Das ist ein grosses Plus gegenüber anderen Angeboten, wo pro Fahrzeugtyp eine eigene App benötigt wird. Aus der Weinbergli-Siedlung haben sich bereits über 170 Personen in der «Trafikpoint»-App registriert und nutzen das Angebot rege.